Sonntag, 11. August 2019

Elbhangfest mit Sonne satt- Sonnabend


Am Sonnabend sahen wir den traditionellen Festumzug. Nach der Hälfte des Weges war er schon kleiner geworden, denn die meisten „Umzügler“ hielten die Hitze nicht aus.



Hase, das hast Du aber fein formuliert. Mit Verlaub gesagt, der Umzug machte einen mickrigen Eindruck.
Jetzt kommt wieder eine boshafte Bemerkung von Emme:
Alle, die am Umzug teilnehmen, wissen, daß die Strecke sehr lang ist. Deshalb gibt es auch Pausen. Jeder kann doch seine körperliche Leistungsfähigkeit irgendwie einschätzen. Wer die Strecke bei Wind und Wetter, und diesmal eben bei Sonne, nicht schafft, soll es doch lassen. Die einzigen, die davon ausgenommen sind, sind die Pferde. Die können sich ihre Belastungen, im Gegensatz zu den selbstdarstellerischen Menschen- nicht aussuchen.
Ich schreib jetzt mal lieber weiter: Die „Jugend“ bewieß Standhaftigkeit auf den Partywagen, ebenso die „alten“ Turner, die Radfahrer auf ihren historischen Rädern und die gemütlichen Weintrinker, die sich entspannt die Straße entlang kutschieren ließen:


Nach dem Festumzug wanderten wir die Straße an den Trödelständen entlang. Es gab herrlichen Krimskrams für Pfennige und anderes für völlig überhöhte Preise. Emme blieb sehr, sehr standhaft und kaufte nichts.
Auch dieses wunderbare Angebot von Romeo lehnte sie ab.


Das Reiseangebot war verführerisch, aber Romeo fiel nicht in Emmes Beuteschema. Aber sie wünschte ihm ganz, ganz viel Glück.
In Niederpoyritz besuchten wir Peter Herzogs Galerie. Präsentiert unter dem Titel „Paradies“ gab es Grafiken, Gemälde und Fotografien von Christine Koch, Matthias Huß und Robert Finke  zu sehen. Liebevoll und heimatnah. Die Künstler ändern sich und ihre Perspektiven.

Robert Finke: Matthias
Mit freundlicher Genehmigung
Peter Herzog Galerie
Und nicht das Ihr denkt, die Ausstellung wäre in einem Dixi-Klo gewesen. Das war ein humorvoller Wegweiser.


In die Alte Schule ist ein kulturelles Begegnungszentrum eingezogen. Auch hier war Flohmarkt und es gab noch was Besseres: ein großes Buffet mit Speisen aus aller Welt. Wir erhielten einen „Gemischten Teller“ und schlemmten uns durch den Nahen Osten. Lecker!


Dazu gab es auch noch Musik aus Persien und dem Orient, einige Lieder waren herzergreifend.


Wir wanderten weiter Richtung Körnerplatz, sahen eine kleine Ausstellung über die Wachwitzer Schule, tranken Eiskaffee, durften umsonst Kleidung mitnehmen, schwatzten mit Verkäuferinnen an den Marktständen und fanden eine feine neue Ball-Lokalität.
Wir sahen die schöne Freiluftausstellung über Lene Voigt, die Dichterin sächsischer Mundart. Gut, sie schrieb alles in Leipziger Sächsisch, das ist Emme und mir nicht so geläufig. (Emme lernte das Wort Mutschekiepchen/ Motscheküpschen erst während ihrer Internatszeit in Leipzig kennen. Es soll eines der berühmtesten Sächsischen Worte sein. In Dresden heißt das Tier schlicht und ergreifend Marienkäfer.)
Wie Ihr hier sehen könnt, war Lene Voigt eine richtig schöne Frau:


Am Abend kamen wir am Körnerplatz an. Es gab alkoholische Getränke für die Erwachsenen und nach der Pause hieß unser Abendprogramm: Nach Hause fahren!
Oh, meine armen Hasenfüßchen!
Euer Hase

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