Ehrlich gesagt, wir haben gar keine Lust auf
Weihnachten. Emme ist zwischen zwei Wohnungen, Krankenhäusern und Arbeit hin-
und hergesaust. Nichts ist richtig fertiggeworden. Es fehlen Geschenke. Der
PantoffelKartoffelsalat ist nicht fertig. Der Herrnhuter Stern hängt nicht. Blogbeiträge blieben ungeschrieben. Wir
haben nur einmal „Drei Haselnüsse“ geguckt. Striezelmarkt war nicht.
Glühwein? Verboten! Weihnachtsmärchen im Theater: Verboten! An das Arbeiten mit der Maske kann sich
Emme auch nach 21(!) Monaten nicht gewöhnen. Zusätzlich ist der Sozialismus ausgebrochen:
Dresdner Christstollen ist in allen (anständigen) Bäckereien ausverkauft!!!! Industriemist gibts noch, aber so was ißt der Dresdner nicht. Alles ist ganz, ganz schlimm.
Naja, genug auf hohem Niveau gemeckert. Es gab auch Lichtblicke. Liebe Ärzte und Impfteams, die uns das Alltagsleben wieder möglich machten. Der Bruder, der schnelle und hervorragende medizinische Hilfe erhielt und optimistischer denn je in die Zukunft schaut. Das Mütterlein, das eine schwere Krankheit überwunden hat. (Kriegskinder schaffen alles, denn sie haben das Schlimmste schon in jungen Jahren überstanden.) Eine große Familie, die im Ernstfall zusammenrückt und Beistand leistet. Freunde, die immer erreichbar sind und tatkräftig und mit Worten helfen. Musiker aus der Nachbarschaft, die für ein kleines bißchen Weihnachtsgefühl sorgen. Danke, Ihr Lieben!
So wünschen wir Euch eine friedliche und fröhliche Weihnacht! Bleibt gesund! Teilt Eure Lichtblicke mit Familie und Freunden und genießt auch ein unperfektes Fest!
Wir kochen jetzt Kartoffeln.
Hase und Emme






