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Dienstag, 10. Oktober 2023

Noch eine Reparatur: Die Erdbeertasche

Ganz bestimmt haben viele von Euch so eine Einkaufstasche, die man zusammenknüllen/ -falten kann. Mit einem Karabiner kann man sie an die Handtasche hängen und hat immer einen Einkaufsbeutel, wenn man/frau unterwegs ganz zufällig etwas mitnehmen muß.

 

Emme hatte einst so eine Erdbeere bekommen, heute weiß sie auch, daß das Werbung für eine Erdbeer-Freizeitpark-Firma ist. Damals fand sie das Geschenk einfach nur niedlich. Und praktisch.

Nach langer Benutzung fand Emme eine offene Naht, die wollte sie „nur mal schnell“ mit der Nähmaschine nachnähen. Aber aus „nur mal schnell“ wurde dann doch ein größeres Projekt. Denn Emme fand Risse, Löcher, noch mehr offene Nähte, abgeranzte Henkel, es war eine einzige Katastrophe.

 

Aber wegwerfen? Ggn-Geht gar nicht! Die Tasche war ein (wenn auch kleines) Geschenk! Und niedlich! Und praktisch! Also: Verschlimmbesser-Reparieren!

Emme schnitt den kaputten Beutel so ab, daß noch eine Nahtzugabe rund um die Erdbeere stehenblieb.

Aus einem Stück Gardine nähte sie einen neuen Beutel, gleich mit stabilen Henkeln und so und fummelte das gute Stück an die Erdbeerecke!

 

Als alles fertig war, bekam Emme einen Riesenschreck. Würde die neue Tasche überhaupt in die Erdbeerecke passen? Der gewählte Stoff war schon etwas kräftiger und die Henkel großzügiger zugeschnitten…

Nun kam also die Minute der Wahrheit. Alles auf rechts drehen (Sieht schick aus!)

und nun kunstvoll legen und stopfen:


Puh, paßt! Die Erdbeere ist nur ein bißchen praller gefüllt, aber Emme hat wieder eine niedliche Einkaufstasche und ein schönes Geschenk gerettet!

(Den kaputten und löchrigen Rest der Tasche warf Emme einfach in die Tonne! Ohne Wiederverwertungsambitionen!)

Viel Spaß beim Einkaufen wünscht Euch

Euer Hase

Wir verlinken das wieder mit Valomeas Reparaturaktion. Diesmal: „Reparieren von 22 bis 12“

Freitag, 6. Oktober 2023

Unbedingt!

Emme fand bei ihrem Mütterlein diese Bastschale, eher ein Tellerchen. Darin wird der Frühstückstoast oder das Frühstücksbrötchen serviert. Nun fiel der geflochtene Rand auseinander und Emme fragte das Mütterlein: „Kann das weg oder muß das repariert werden?“ die sofortige, scharfe Antwort lautete: „Unbedingt reparieren!“

 

Gut. Emme nahm die Bastschale mit und suchte sich Reparaturmaterial zusammen. In der Flohmarktkiste mit dem Titel „Basteln“ lag nämlich seit geraumer Zeit Bast, den kein Mensch jemals mitnehmen wollte. Ein echter Ladenhüter! Dann kann man ihn natürlich auch verarbeiten.

Emme begann damit, mit dem hellen Bast die Außenkante zu umrunden. In ihrer Erinnerung sah der Bast bedeutend naturfarbener aus, das Ergebnis war eher ernüchternd.

 

Der Rand der Bastschale war zwar gesichert, aber schön ist doch anders. Deshalb holte Emme die nächsten Ladenhüter aus der Kiste.

 

Emme legte mit rotem und grünen Bast ein Kreuzmuster über den Rand.

 

Jetzt sieht es zwar ein wenig nach italienischer oder bulgarischer Folklore aus, aber dem Mütterlein gefiel die Verschlimmbesserung.


Und nach Abschluß dieser Arbeit bekam Emme die Geschichte dieser Bastarbeit erzählt. Das Ausgangsmaterial war gar kein Bast, sondern Maisstroh. Geflochten wurde das Ganze von Emmes Großmütterchen, als es Mode war, solche Arbeiten anzufertigen…

Das ist ja mindestens mzig Jahre her!

Genau, Hase.

Auf jeden Fall hat Emme ein Familienerbstück gerettet. Es ist wieder in der täglichen Benutzung. Auch wenn die Strohschale jetzt anders aussieht, hat sich die Reparatur gelohnt.

Frühstückt schön!

Euer Hase

Wir verlinken mit der Reparatursammlung von Valomea, die eine geniale Kleiderrettung zeigt.

Dienstag, 26. September 2023

Ein Ladenhüter wird renoviert


Diesen Nähkorb erhielt Emme aus einem Erbe. Er ist nicht so schwer wie ein Nähkasten und hat einen untrüglichen 80er-Jahre-Look. Emme dachte, daß sich dafür auf dem Flohmarkt ein/e Vintage-Liebhaber/in finden wird. Dem war aber leider nicht so.

Deshalb war Renovieren angesagt. Emme schraubte den Deckel auseinander, löste die angetackerte Pappe ab und warf den gedetschten Schaumstoff weg.

Den Stoffbezug hob sie noch auf, um einen „Maßschnitt“ zu haben. Auf dem Foto sieht man, wie sehr der Stoff im Laufe der Jahre ausgeblichen ist.


Das Schmuckband zog Emme raus, denn nun konnte sie den Korb mit Kreidefarbe streichen. Zuerst hatte Emme Angst, daß die dunkle Farbe durchschlägt, aber zwei Anstriche reichten. Schick! Da der Griff öfter angefasst wird, wurde der weiß lackiert.


Während der Trocknungszeit der Farben machte sich Emme über den gepolsterten Deckel her. Aus einem Stoffrest der Schneiderin nähte Emme einen neuen Bezug für den Deckel. Der „Knopf“ wurde lackiert und die Pappe an der Innenseite ersetzt. Als Polster benutzte Emme Vliesreste, die von einer Patchworkarbeit übriggeblieben waren.

Foto: Sylvie

Die Reste vom Stoffrest wurden zu einem neuen Schmuckband zusammengenäht.

Weil Emme kein Heftgerät/Tacker hat, mußte sie letztendlich den Deckel verkleben, wir hoffen, das hält.


Foto: Sylvie

Mal sehen, ob sich ein neuer Besitzer findet. Eigentlich ist das doch ein schönes Hochzeits-, Einzugs- oder Verabschiedungsgeschenk. Oder? Und der neue Besitzer kann den Korb in ungefähr 40 Jahren renovieren…


Wir versuchen es also noch mal auf dem Flohmarkt.

Renovierte Grüße

Euer Hase