Mittwoch, 23. September 2020

Hetzdorf mit Öffis (enthält Werbung/ Nichtwerbung)

ist laut Fahrplan gar nicht soooo schlecht zu erreichen.

Man muß nur zum Bus kommen. Aber was tun, wenn zwei S-Bahnen einfach nicht den Bahnhof erreichen? Im digitalen Zeitalter muß der Fahrgast auf altmodische Dinge wie Durch- und Ansagen verzichten. Bei der Bahn/ dem Verkehrsverbund Oberelbe gibt’s solche Pillepalle nicht mehr. Braucht doch niemand. Guck in die App! Immerhin verkündete diese fröhlich: Pünktlich!

Und nun? Emme rief die Info-Hotline an. Diese beinhaltet weniger Info und ist nicht sehr hot, denn frau wußte nichts. Nein, die Züge würden fahren und wie käme Emme darauf, daß zwei Bahnen fehlen? Entweder haben die dort wirklich keine Informationen, oder sie stellen sich blöd oder sie haben den falschen Arbeitsplatz. So wird es jedenfalls nichts mit der Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs…

Unsere Fahrt wurde verschoben und wir kamen tatsächlich mit 24 Stunden Verspätung in Hetzdorf an.

Da hätten wir auch laufen können!

Stimmt, Hase. Das machen wir beim nächsten Mal!

Der Bus machte unterwegs einen interessanten Abstecher. Von Mohorn fuhr er in ein Seitental nach Grund. Emme dachte unterdessen darüber nach, wieso ihr die Namen dieser „Nester“ geläufig sind. Deshalb schauten wir intensiv aus dem Fenster. Am Ortseingang stand ein Schild: „Willkommen in Klein-Tirol!“

Emme, sieht es in Tirol so aus?

Hase, das weiß ich nicht.

Fahren wir da mal hin?

Ach nö, Hase.

Aber weshalb kennen wir den Ort Grund? Wegen des Waldbades? Das war uns neu. Wegen des großen Gartenbaubetriebes? Der war uns ganz neu. Dann kam die Erleuchtung: An der Buswendeschleife steht ein großes Gebäude: die Produktionsstätte der Knox-Räucherkerzen! Deshalb kennen wir Grund!

Emme, fahren wir da mal hin und gucken uns an, wie Räucherkerzen gemacht werden?

Klar, Hase. Aber die Räucherkerzenmänner und-frauen öffnen nur in der Woche, da muß ich mir einen Tag Urlaub nehmen…


Nach unserer Ankunft mußte das Mütterlein mit uns ins „Zentrum“ von Hetzdorf gehen. Dort steht eine Vierjahreszeitenpyramide- stimmt, wir sind ja im Erzgebirge!



Daneben: Fritz mit sinnlichem Gemüt. Leider wissen wir nicht, was es mit Fritz auf sich hat, eine weitere Erklärung gab es nicht. Echte Hetzdorfer waren leider nicht in der Nähe, so konnten wir niemanden fragen.



Die Bushaltestelle ist mondän und bietet einen großen Wendekreis für Busse. Fahrpläne hängen auch da. Abfahrtszeiten kann man ablesen, aber leider erfährt man nicht, in welche Richtung der Bus fährt. So gehts auch: warten und dann schauen, welches Ziel am Bus dransteht. Irgendwie erinnert uns das an Albanien…

Die Alte Schule wurde sehr schön wiederhergerichtet und zum Café umgestaltet. Für uns gab es leckere Törtchen. Andere aßen Eis.



Nette Menschen haben aus ihrer Sammlung alte Schulerinnerungen zur Dekoration beigesteuert.



Früher gab es auch Handarbeitsunterricht:



Auf dem Heimweg sahen wir Soay-Schafe. Die stammen aus Schottland, sind selten und wollten nicht fotografiert werden. Trotzdem erwischt!



Ein Garten wurde von seinem Besitzer zum Eisenbahnland umgestaltet. Der hat keine Langeweile!



Ihr merkt, wenn man langsam geht und genau hinschaut, findet man auch im Nichts interessante und schöne Dinge.

Das Mütterlein lief tapfer mit ihrer neuen Hüfte die Berge rauf und runter, super!

Immer schön in Bewegung bleiben!

Euer Hase

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