Freitag, 6. November 2015

Shades of Grey- Teil I


„Shades of Grey“, das war alles, was Emme einfiel, als sie eine Kiste voller Kleider erhielt. Zum Anziehen oder Umarbeiten. Diese hatten weniger weniger mit einem zur Zeit aktuellen Buch oder Film zu tun, aber es überwogen Grautöne und –stufen in Hülle und Fülle. Nun fragt sich Emme, welche Frau gern als graue Maus durchs Leben läuft.
Die „Kampf der grauen Maus!-Aktion“ begann mit diesem T-Shirt.

 

Vorbild waren Umarbeitungen, die es bei Pinterest zu sehen gibt.
Als erstes trennte sie die Rückennaht auf und setzte einen Keil aus schwarzer Spitze ein.
 
 


Nun war alles noch un- und sackförmiger. Könnte Satinband die Situation retten? Drei Besuche in Kaufhöhlen später fand Emme textile Geschenkbänder. (Wer macht denn graue Schleifen an seine guten Gaben?)
Emme setzte am Rücken in Taillenhöhe Schleifenband ein, um ein bißchen Form in das Ganze zu bringen.

 

Die Vorderseite schnitt Emme auf und besetzte die Kanten mit Spitze aus der weißen Wunderkiste und schmalem grauen Schleifenband.
Herausgekommen ist dieser kurzärmlige Fummel in Grautönen mit einem Hauch von viktorianischem Zeitalter.

 

Mal sehen, wann sie dieses Teilchen trägt. Oder wann sie die Armel ändert und doch noch ein bißchen Farbe ins Spiel bringt.

Bunte Grüße
Euer Hase

Mittwoch, 4. November 2015

Ball Bizarr


Am Sonnabend packte Emme eigenartige Dinge ein,

 

denn am Abend/ in der Nacht wollte sie mit Sylvie zur größten Halloween-Party Dresdens, zum Ball Bizarr ins Kraftwerk.


(Geplant war ein Abend mit Kunst und Kultur, aber dafür gab es keine Karten mehr.) Ich mußte  wieder einmal als Minderjähriger zu Hause bleiben und kann nur erzählen, was Emme berichtet hat.
Um eine akzeptable Bellatrix Lestrange darzustellen, entschied sich Emme für das schwarze 
Viva-la-mamma-Oberteil und das Fehlkauf-Kleid. Dazu eine schnell zusammengesteckte Kette und die Handschuhe aus der Renaissance-Kostüm-Abteilung. (Sie ist ja der Meinung, daß jede Frau so etwas mal schnell aus dem eigenen Kleiderschrank ziehen kann.)

Foto: Sylvie

Hexi mußte den Haus- und Süßigkeitenverteildienst übernehmen.


Das Kraftwerk ist eine beeindruckend große Partylocation, für gute Luft sorgt ein Wasservorhang.

 

Alles war gruslig geschmückt


und die Skelettchen tanzen auf den Leinwänden.


An den Bäumen am Eingang hingen freundliche Fledermäuse.

 

Die DJane machte richtig Stimmung, tanzte auf den Tischen (auf jeden Fall um Welten besser als die Gogo-Tänzer) und jonglierte mit Kürbissen.

 
 
Die Veranstalter hatten das Publikum ausdrücklich aufgefordert, mit Kostüm und Maske Teil der Halloween-Performance zu sein. Für Unbegabte gab es diese fleißigen Frauen, die im Handumdrehen professionelle Masken schufen.


Es gab hunderte Untote und Zombies, viele Engel, Piraten, blutige Märchenfiguren, Hannibal Lecters und andere schaurige Gestalten. Polizistinnen und Hexen waren einwandfrei in der absoluten Minderheit:

Foto: ein unbekannter Partygänger

Je länger die Nacht, desto bizarrer die Gäste. Emme und Sylvie lernten zwei Dragqueens kennen, gemeinsam philosophierten sie über die Paßform von Hüfthosen und wo man die besten Halloween-Kostüme erstehen kann.
Außerdem trafen die Mädels einen Minderjährigen, der aber in Erwachsenen-Begleitung war:


Der durfte, ich nicht!
Jedenfalls fiel Emme um vier Uhr morgens völlig geschafft ins Bett, da scheint die Party ja nicht so schlecht gewesen zu sein…

Mit bizarren Grüßen
Euer Hase

Montag, 2. November 2015

Schloßmuseum Delitzsch



Neben den barock gestalteten Räümen im Schloß Delitzsch gibt es im Turm eine Ausstellung zur Entwicklung von Handwerk, Recht und Industrie in dieser Region, die wegen der Nähe zu Leipzig immer ein bißchen stiefmütterlich behandelt wird.
In der Rechtsabteilung fanden wir neben einem Richtschwert folgende Abbildung.

Gruselhasenherz, was willst Du mehr?



Spaßiger wurde es in der Industrieetage. Denn jedes (etwas ältere) Kind weiß, was aus Delitzsch kommt: Schokolade! Die Verpackungen sind heute wieder modern.

 
 

Die freundlichen Damen von der Information teilten uns mit, daß die Schokoladenfabrik noch existiert. Sie wurde von "Halloren" aufgekauft und produziert weiterhin unter ihrem Delitzscher Namen. Was für süße Nachrichten! Hat jemand mal diese Wodka -Schokolade probiert? Könnt Ihr uns mitteilen, ob und wie die geschmeckt hat?

 

Und nun noch ein Leckerbissen für Freunde der chemischen Keule:



 

Ja, auch in Delitzsch gab es Menschen, die Tiere nicht besonders gut leiden konnten. Ratten sind nun auch nicht gerade unsere Freunde- siehe auch: London-Literatur.
Aber warum müßt ihr Fliegen etwas zuleide tun?


Ein bißchen schauerte es mich, als wir nach dieser Präsentation und einem schönen Ausblick die enge Wendeltreppe wieder hinab stiefelten.
Mit gruseligen Grüßen
Euer Hase