Freitag, 9. März 2018

Wer? Wie? Was? – Teil II: Die Accessoires



Handschuhe gab es nicht in der passenden Farbe, obwohl ein entzückender junger Verkäufer seinen ganzen Laden und das Lager durchsuchte. (Im nächsten Jahr wird es überall blaue Handschuhe in zehntausend Farbtönen geben.)
Deshalb kaufte Emme blaue Glitzersöckchen,


nähte die Ferse ab, schnitt das Zehenteil ab und setzte eine kleine Naht für den Daumen. So ähnlich hatte sie es in diesem Buch gesehen.


Die abgeschnittenen Teile wurden zu Rosetten gedreht, auf Haarnadeln genäht und bilden einen Teil des Haarschmuckes.


Blaue Strumpfhosen fand Emme in den unergründlichen Tiefen des Kleiderschrankes ihrer Mutter.

Die Schuhe hatte Emme schon im vergangenen Sommer beim bösen –nein superbösen- Textildiscounter erworben und bei der Kassiererin Irritationen ausgelöst. („Die ziehen sie wirklich an?“)

Der Korb ist das altbekannte Modell, das schon beim Ball Bizarr dem Lebkuchentransport gedient hatte.


Die Idee für die Gestaltung stammt von hier. Die blaue Boa heftete Emme an den Korb und legte ihn mit Stoff aus. Folietüte drüber! Die Augen sind Weihnachtsbaumschmuck von der letzten Saison mit aufgeklebten Filz. Nun mußte der Korb nur noch gefüllt werden.


Die Kekse hat Emme selber gebacken. Das war die schwerste Arbeit. Denn obwohl Emme nicht schlecht kocht, tut sie das ungern. Und backen noch viel weniger.
Das Rezept ist von hier. Die Nüsse wurden aus dem Garten des Reichsgrafen geliefert. Die Menge von Zucker und Schokolade hat Emme reduziert. Trotzdem sind die Chocolate Chip Cookies sehr süß und sehr lecker geworden. Die Kekse der letzten Bleche haben noch lustige Glotzaugen erhalten, die sich im Deko-Vorrat angefunden hatten. Wieder was weg!


Stilvoll verpackt

Und dann brauchte Emme noch diverse Kosmetik wie blauen Nagellack, Nagellackentferner und Farbe für die Haare. Das Gesamtbild findet sich dann beim Ballbericht.
Nun freuen wir uns auf den Maskenball, denn über dieses Kostüm werden sich alle wieder die Mäulchen zerfetzen. Vielen Dank an alle, die ihre Anleitungen und Rezepte im weltweiten Informationsnetz verbreiteten und speziell noch einmal an Miri Michi für die zündende Idee!

Und heute: „Chocolate Chip Cookies!“
Euer Hase

Mittwoch, 7. März 2018

Wer? Wie? Was? – Teil I: Das Kleid



Als Emme im Zonenrandgebiet arbeiten mußte (Wir gehen dorthin, wo uns unser Staat hinschickt), lente sie das Fernsehprogramm des NDR kennen (und lieben). Denn dieser Sender zeigte (fast) alles: lokale Nachrichten, neue und alte „Tatorte“, Tennis vom Rothenbaum-Turnier, Übertragungen vom Hamburger Ballett und vom NDR- Musiksommer, später auch regelmäßige Sendungen aus Schmidts „Tivoli“ von der Reeperbahn. Es gab eine Reihe mit alten Filmen inklusive einer Einführung von Denez Törzs. Dieser Mann hat Mut und Standhaftigkeit bewiesen, denn er ging erst 2004 als letzter Fernsehansager Deutschlands in den Ruhestand.
Und nachmittags kam Sesamstraße. Emme weiß bis heute nicht, wer eigentlich ihr absoluter Lieblig ist: Samson, Ernie, Bert, Rumpel oder Krümelmonster. Sie mag sie alle. Leider wird die deutsche Variante der Sesamstraße nicht mehr produziert.
Das Beeindruckende am Krümelmonster ist sein hemmungsloses Keks-Essen, ohne Rücksicht auf gutes Benehmen, andere (hungrige) Leute oder gar Kalorien. Das findet Emme immer noch sehr lustig. Deshalb beschloß sie, in diesem Jahr zum barocken Karneval als Krümelmonster zu erscheinen. Miri Michi hatte sie auf diese Pinterest-Seite aufmerksam gemacht.
Das minimal zu kurz geratene Barockkleid in passendem Blau war schon vorhanden.


Aus Filz schnitt sie das Gesicht und Kekse zu und heftete sie locker auf das Kleid. Die "Schokostücke" wurden aufgeklebt.


Das Ganze soll ja Spaß machen und muß nur eine Nacht halten.


Die „Historisch Authentischen“ haben bestimmt die Augenbrauen hochgezogen, aber das stört uns nicht wirklich.


Und warum ruft Krümel immer dreimal „Kekse!“? Das hat etwas mit der Synchronisation zu tun. Im Original ruft er nur einmal : „Chocolate Chip Cookies!“. Der Mund geht dreimal dabei auf. Das mußte man bei der deutschen Synchronisation beachten. Außerdem wußten die deutschen Kinder nicht, was Chocolate Chip Cookies sind. Lassen wir also Krümel auf deutsch weiter dreimal nach Keksen rufen.
Und wir haben wieder etwas gelernt. Die Accessoires folgen in Teil II.

Und ich wünsche mir: „Möhrenkekse! Möhrenkekse! Möhrenkekse!“
Euer Hase

Sonntag, 4. März 2018

Im Januar im Museum: Es hat gefunkt!



Sonntags ab drei- Eintritt frei! Wir waren im Mathematisch-Physikalischen Salon. Ganz wichtig: Guten Tag beim Herrn Weckerbären sagen und der geplanten Vorführung der Vakuum-Luftpumpe Augusts des Starken beiwohnen.
Herr Weckerbär war wieder sehr niedlich, aber hinter Glas schwer zu fotografieren.


Es gibt ein animiertes Video, da wird gezeigt, wie er trommelt, mit den Augen rollt und das Mäulchen öffnet.



Außerdem sahen wir Chiffriermaschinen, andere Automaten und die Planetenuhr.


Leider wurde die Luftpumpe nicht vorgeführt, der Herr Vorführer war krank. Als Ersatz zeigte Herr Dr. Nehm einige Elektrostatik-Experimente und wir lernten Leidener Flaschen, elektrische Jungfrauen und elektrische Küsse kennen. Das war sehr, sehr lustig und wir haben dabei auch noch viel gelernt.


Zum Abschluß marschierten wir noch durch die Globusabteilung und bewunderten Globen aller Art.





Wir bedanken uns bei dem superfreundlichen und geduldigen Personal des Mathematisch-Physikalischen Salons! Zu jedem Exponat könnten wir einen Vortrag hören, weil alles in diesem Museum so interessant ist.


Außerdem haben wir eine ganze Etage noch nicht gesehen.
Da kommen wir eben wieder!

Laßt die Funken fliegen!
Euer Hase