Dienstag, 13. November 2018

Ich habe einen Orden bekommen!



Wofür eigentlich?
Weil ich so lieb bin! Und regelmäßig den/das Blog schreibe!
Hase, ich lach mich gleich schlapp!
Auf jeden Fall habe ich in Schönfeld beim Tag der Parks und Gärten diesen feinen Orden „Pour le Mérite“ erhalten. Es ist doch eine gute Lösung: Du schwingst die Tanzbeine und ich bekomme den Orden.
Das ist fast wie im richtigen Leben!

 
Die Jagdhornbläser machten die Musik dazu

und Daphne durfte ich auch noch kennenlernen.


Euer Hase

Freitag, 9. November 2018

Im Juli im Museum: Josef Hegenbarths Anonyme Portraits


Der Maler und Grafiker Josef Hegenbarth lebte lange am Dresdener Elbhang. Bekannt wurde er vor allem durch seine grafischen Arbeiten und Buchillustrationen. Seine Witwe hinterließ den Nachlaß ihres Gatten und das Wohnhaus dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen. Was vielleicht 1988 für große Freude sorgte. Heutzutage müssen die SKD eine Außenstelle jwd versorgen, das ist Arbeit. Die Künstler, die im Museum sooooo schwere Arbeit verrichten, sind weniger begeistert. Bedeutend mehr Begeisterung zeigt der Museumsverantwortliche und der Freundeskreis des Hegenbarth-Archivs. Dadurch kann man wunderbare kleine Ausstellungen an der Wirkungsstätte des Malers anschauen und erleben. Aktuell werden die „Anonymen Portraits“ ausgestellt.
Hegenbarth zeichnete unzählige Bekannte, Nachbarn und andere Leute. Schwieriger ist es, ihnen Namen zuzuordnen. Deshalb wurden Schriftsteller (vor allem ehemalige Stadtschreiber) gebeten, zu einem Portrait ihrer Wahl eine Geschichte oder ein Gedicht zu schreiben. Diese Texte hingen an den Jalousien zwischen den Grafiken. Was hier komisch klingt, sah ganz toll aus, da hatte jemand eine richtig gute Idee!
 
Durch die Texte bekamen die wunderbaren Portraits eine weitere Dimension. Wir Besucher mußten uns zusätzlich mit dem schreibenden Besucher auseinandersetzen. Denn bekanntlich gibt Kunst Unsichtbares wider und jeder sieht anders.
 
Und was sahen wir? Wir sahen in den „Anonymen Portraits“ unzählige Bekannte. Nach den Entstehungsdaten dürfte kaum einer der Erwachsenen noch am Leben sein. Vielleicht waren das ja auch die Großonkels oder Urgroßmütter unserer heutigen Bekannten, Familienähnlichkeiten bleiben ja erhalten. Und wer einmal am Elbhang gelebt hat, bleibt dort oder kehrt immer wieder zurück.
Also Leute, auf auf! Genießt die kleine Ausstellung und die entspannte Atmosphäre des Hegenbarth-Archivs! Wen erkennt Ihr?
Und vielleicht backen die Freundeskreis-Mitglieder auch für Euch Sonntagskuchen, der nicht umsonst als der Beste des Elbhanges gilt.
Genußvolle Grüße
Euer Hase

Mittwoch, 7. November 2018

Elbhangfest verregnet- Sonntag


Noch einmal ging es auf die Piste, wir besichtigten die „Herde der Maschinenwesen“, die findige Schweizer aus Fahrradteilen zusammengebaut haben.
Nach dem Mittagessen ging es los: die „Wesen“ bewegten sich selbstständig und wurden mit Gebimmel an die Elbwiesen getrieben. Das war faszinierend. Eine Menge Schaulustiger säumte die Straßen und zückte die Kameras.
Nach diesem „Almauftrieb“ wanderten wir zum Hegenbarth-Museum. Der Freundeskreis dieses tollen kleinen Museums bewirtete uns mit Kaffee und Kuchen.
Im Museum gab es eine feine, relativ kleine Ausstellung, die ich noch extra beschreiben werde.
Im Gewirr der Gassen am Loschwitzer Elbhang fanden wir unser nächstes Ausflugsziel nicht. Deshalb gingen wir zurück ins Weindorf. Hier erwartete uns wieder eine technische Sensation: „Till trifft!“
Auch Till ist aus der Schweiz (Tüfteln die Schweizer so gern herum?) und führte seine Messerwerfmaschine vor. Eine lustige Mischung aus Zirkus, Kabarett, Performance, Erfindergeist und hohem mechanischen Wissen. Till, dem Messerwerfer, ist nämlich die Assistentin weggelaufen. Nun muß er selbst das Opfer spielen und die Messerwerfmaschine auslösen. Das war super! Emme und ein circa 13jähriger junger Mann untersuchten nach der Vorstellung die gesamte Maschine. Was sie wieder für Fragen stellte! Der junge Mann will auf jeden Fall eine eigene Maschine bauen.
Wir hörten noch ein bißchen Jazz von Ulrike, dann war es Abend. Wir waren völlig müde und geschafft und Emme wollte nur noch einen Schluck Wein trinken. Im Hof des Weinhandels Frédérik Fourré packten auch gerade die Musiker ein. Dort lernte ich Inspektor Schäfchen kennen, der sogar eine eigene Facebook-Seite hat.
Emme, warum habe ich eigentlich keine eigene Facebook-Seite?
Weil ein Blog reicht.
Das war eine sehr angenehme Bekanntschaft und wir zwei unterhielten und gut, während die Erwachsenen in Ruhe den Wein genossen.
Und dann war es gut! Wir wanderten zur Bushaltestelle und mußten zwischendurch öfter mal anhalten. An der gesamten Festmeile hingen immer wieder solche Schilder, die über Erfinder und Unternehmer am Elbhang Auskunft gaben.
Nach drei tollen Tagen fuhren wir nach Hause.
Emme, zeig mal die Ausbeute!
Das ist viel zu viel!
Das sind alles Dinge, die ich brauche!
Uns hat auf dem Elbhangfest alles gefallen! Emme, gehen wir da wieder hin?
Ganz bestimmt!
Und wie lautet das Motto im nächsten Jahr?
Das ist obercool: „ Leipzig handelt, Chemnitz arbeitet, Dresden feiert!“
Wir werden dabei sein!
Euer Hase

Freitag, 2. November 2018

Elbhangfest verregnet- Freitag und Sonnabend


Am Wochenende nach der Bunten Republik folgt das Elbhangfest, noch einmal drei Tage Kunst, Kultur und Musik für alle, die nicht über die Preise meckern. Obwohl eine 3-Tageskarte nur wenig mehr kostet als ein Kinobesuch.
Das Motto war diesmal: „Gründer und Erfinder der Hang zur Technik“. Am Freitag wollten wir eigentlich einen Blick in das Ardenne-Planetarium werfen, aber die telefonische Voranmeldung klappte nicht. Tückische Technik! Deshalb zogen wir kurz über den Markt am Körnerplatz und wurden mit Blumen begrüßt.

 

Mit einem der letzten Busse fuhren wir nach Pillnitz. Hier war die offizielle Eröffnung und die Big Band Therapy spielte Swing. Nicht perfekt, aber mit Lust und Laune, und deshalb machte es besonders viel Spaß. Hier wurden wir auch zum ersten Mal richtig naß. Daß uns das im Laufe des Wochenendes noch mehrere Male passieren sollte, ahnten wir noch nicht.


Am Sonnabend verpaßten wir den Festumzug, das war richtig schlecht! Der Umzug wird immer mit großer Liebe und viel Aufwand vorbereitet. Und es gehört zum guten Ton, dann auch an der Strecke zu stehen. Naja, dafür taten wir eine andere gute Tat: Auf unseren Fahrscheinen können wir am Wochenende eine zweite erwachsene Person und mehrere Kinder in Bus, Bahn und Fähre mitnehmen. Und so setzte dann eine allseits bekannte Band etwas preiswerter zum anderen Elbufer über.
Emme stürmte erst einmal den Flohmarkt und kaufte sich tatsächlich: Kleidung! Also so was! Kaufverbot!!! Und einen riesengroßen Regenschirm!
Dann besuchten wir in Niederpoyritz die Galerie von Peter Herzog. Ausgestellt waren Grafiken von Rosa Undroth, geboren 1956 in Mukatschewo (Ukraine) und Kunststudium in Lwow (Lemberg). Einige Monate lebte sie in Dresden und nun in Antwerpen. Uns gefielen die Arbeiten.


Außerdem nutzte Emme die Zeit in der Galerie, um mit der Malerin Christine Schlegel zu sprechen und mit Peter wieder irgendwelche künstlerischen Pläne auszuhecken.
Laß mich doch! Vielleicht wird was draus!
Danach besuchten wir ein Elbhangschloß. Besser gesagt, die Villa „Dornröschen“, die in diesem Jahr ihre Türen und Gärten öffnete.


Wir mußten ganz, ganz hoch klettern, oh, meine armen Hasenfüße! Dafür gab es oben Erdbeeren mir Schlagsahne und einen herrlichen Blick bis ins Erzgebirge! Danke an alle Anwohner, die in Eigeninitiative solche Erlebnisse möglich machen!


Dann schlenderten wir in Richtung Loschwitz. Die Flohmarkstände machten zu, denn es regnete. In    besuchten wir die Ausstellung des Elbhangfestvereines. Thema war der Dresdner Fernsehturm.


Die Aussichtsplattform ist ja seit Jahren nicht mehr zugänglich, es gibt eine Bürgerinitiative für die Wiedereröffnung und einen über Geldmangel jammernden Stadtrat dagegen. Wie immer.
Wir konnten Dokumente über den Bau sehen und Emme kam mit einem ehemaligen Bauarbeiter ins Gespräch, der damals dabei war.


Um auch im Winter arbeiten zu können, wurde ein Ballon aus Kunststoff um die Kuppel gespannt, der bei einem großen Sturm promt zerriß und davonflog. Das war das Startsignal für Souvenirjäger. Der Herr Erbauer erklärte, daß fast in jedem Haus am Elbhang Reste des Ballons aufbewahrt würden.
Emme war nur einmal im Leben oben auf dem Fernsehturm. Und nach dem Ausblick im Café. Und dort erlebte sie die langsamste und schlechteste Bedienung ihres Lebens. Vielleicht mußte das Eis erst aus dem Konsum in Rochwitz geholt werden, denn wie konnte die HO ahnen, daß Kinder im Hochsommer Eis essen möchten? Dafür waren die Preise gepfeffert.
Zur Eröffnung des Fernsehturmes erschien dieser kleine Artikel in der Zeitung.


Man beachte: Damals war man kein Fernsehzuschauer, sondern –teilnehmer!
Über die Tücken der Technik berichtete diese Glosse:


Die Ausstellung war klein, informativ und lustig. Das Wichtigste kam auch zur Sprache: Wir wollen „unseren“ Fernsehturm wiederhaben!
Weiter gings: Im „Gare de la lune“ war das Lulatschland eröffnet worden.


Bunt, schräg und im Karrussell war die Bar. Es herrschte eine schöne Atmosphäre, das Fernsehen lief schon, weil alle auf das Fußballspiel warteten. Da flüchteten wir.


Unterwegs gab es gebackenen Blumenkohl. Emme schwatzte (Was hat die bloß immer zu sagen und zu fragen?) mit den Verkäufern. Die jungen Männer betreiben den Stand sozusagen in 2. Generation. Die Eltern wären alt geworden und nun hätten sie notgedrungen die Elbhangfesttradition übernommen.
-Siehst Du, solche Informationen bekommt man nur, wenn man fragt!
Es regnete mal wieder.
Irgendwann kamen wir am Körnerplatz an. Naß und frierend, mitten in einer Sommernacht! Emme wollte noch die Kunstinstallation im Josef-Herrmann-Denkmal sehen, aber da war schon geschlossen.


Eine lustige Band machte Musik. Alle tanzten wie verrückt, um die Kälte zu vertreiben. Wir entschieden uns für eine passive Variante der Erwärmung und tranken im Buchhaus Loschwitz Glühwein. Den Nachtumzug, der 1 Uhr angekommen wäre, warteten wir nicht mehr ab. Wir fuhren nach Hause und fielen todmüde in die Betten.

Schlaft gut! 
Euer Hase



Der Bericht vom Sonntag folgt.