Mittwoch, 15. Juli 2015

Bombig

Zur Hochzeit erhalten meist die Bräute ein Geschenk, oder für beide gibts Geld oder Haushaltswaren. Und was erhält der Bräutigam? Immerhin eine schöne und in unserem Fall eine kluge Frau. Aber Geschenke?
Für ein typisch männliches Geschenk besorgte Emme einen Fußball im Schnulliladen.


 Ein berühmter Fußballtrainer schenkte uns sein Autogramm:

 

Nun mußte das Geschenk nur noch verpackt werden. Ausgangsmaterial war schwarzes Krepppapier (hu, neue Rechtschreibung!), das in der Halloween-freien Zeit schwer zu finden ist. Tesa eignete sich nicht zum Fixieren, der Pritt Stift hats dann getan.


Emme bastelte damit diese Bombe, und beim Überreichen brannte auch eine Wunderkerze an der Lunte.


Hase, Emme und die beste Köchin der Welt bedanken sich für die Unterstützung dieses Projektes bei:
  • Uwe fürs Aufpumpen
  • Herrn Dr. B. für die Vermittlung
  • und natürlich bei E.G. fürs Autogramm! Hasenehrenwort: Ich liefere persönlich ein Foto des Brautpaares ab!
Das Geschenk schlug ein wie eine Bombe.

Euer Hase

Montag, 13. Juli 2015

Seifersdorf

Die Hochzeitsfeier fand auf dem Lande statt.


Das Schloß in Seifersdorf wird von einem rührigen Förderverein gepflegt und zu menschlichen Preisen vermietet. Erste Teile des Bauwerkes stammen aus dem 12.Jahrhundert, es wechselte ein paar mal den Besitzer und sein Aussehen und wurde im 19. Jahrhundert im Neogotik-Stil ausgebaut.



Nach dem 2.Weltkrieg zog hier der Kindergarten und das Bürgermeisteramt ein. Nach der Wende verhinderte der Förderverein den Verkauf an einen Investor, der aus dem Schloß Ja-was-eigentlich machen wollte. So blieb dem Seifersdorfer Schloß das Schicksal seines Nachbarn in Wachau erspart. Dort wartet ein wunderschönes, zugenageltes Barockschloß auf das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf. Aber dafür ist es in Privatbesitz!

Zurück zur Hochzeit:
Es gab eine Rede der Bräutigamsmutter, auf Wunsch ihres Sohnes schön kurz und knapp, was sie mit den restlichen zwei Seiten Text gemacht hat, ist leider unbekannt.


 Es gab ein tolles Büfet, sogar Möhren waren drauf! Hier ein Bild im abendlichen Kerzenschein:


Der DJ hieß fast genauso wie ich: Herr Haase. Das Brautpaar tanzte Walzer. Die Braut hätte dabei ruhig -anders als im "richtigen" Leben- ihrem Mann die Führung überlassen können. Aber sie waren so süß!


 Natürlich gab es noch viele Spiel- und Spaßeinlagen, das Brautpaar mußte ein Herz ausschneiden,

 

 Babywäsche aufhängen und Geldkapseln aus einer Gipstorte meißeln.

 

Von der besten Köchin der Welt und Emme erhielt es schlaue Ratschläge und ein bombiges Geschenk.

 

Zwischendurch wurde immer wieder getanzt und getrunken. Bester Tänzer des Abends war der 83jährige Großonkel Heinz, der einen bühnenreifen Twist aufs Parkett legte.
Der Bräutigam veranstaltete ein Mini-Feuerwerk direkt auf dem Hof der Freiwilligen Feuerwehr.


Zu später Stunde wurde das Strumpfband der Braut versteigert. Und das Einstecktuch des Bräutigams.
Sag mal, Emme, habe ich diesen Stoff nicht schon mal in Deiner Stoffkiste gesehen?  
Bitte, halte heute mal die Klappe, Hase.

Irgendwann wankten die beste Köchin der Welt und Emme und ich zum Fahrzeug und fielen am frühen Morgen ins Bett.
Emme fahren wir da mal wieder hin?
Nach Seifersdorf bestimmt. Aber die Hochzeit kommt nie wieder.

Nun wieder ausgeschlafen grüßt Euch
Euer Hase

P.S.
Berichte zu Emmes und meiner Bekleidung, zu Bomben und Geschenken folgen in den nächsten Tagen.

Freitag, 10. Juli 2015

Hochzeit 2015


Am Sonnabend fand die Hochzeit 2015 statt.
Emme donnerte sich mit Glitzerkleid und Fascinator auf, ich bekam mein Jackett und eine schicke Fliege um den Hals und bei 35°C gings ab in die Innenstadt.


Die Trauung fand in der Frauenkirche statt, dieser Umstand ist schon sensationell. In der Hitze mußten wir noch warten und trafen diesen Engel auf Erden, der auch Schatten suchte.


Dann gings los. Der Bräutigam war sehr nervös


und die Braut hielt sich vor Aufregung am Brautstrauß fest.


Diesmal hatte Emme nicht auf das Thema der Predigt gewettet, gut so! Denn es gab auch diesmal ein anderes als das übliche Thema. Der Pfarrer sprach über den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Eine gute und persönliche Predigt. Die Kantorei sang mit Engelsstimmen.

 

Nach der Trauung gab es einen Sektempfang, Glückwünsche und noch ein Ständchen der Kantorei, denn der Bräutigam singt dort mit.
Ich bekam ein ein Foto mit dem Brautpaar 2015:


Dann kapitulierten alle vor der Sonneneinstrahlung, das junge Paar mußte zum Fotografieren,


die beste Köchin der Welt und Emme räumten auf, und es blieb nur die blumenübersäte Treppe übrig.
Wie der Tag weiterging, schreibe ich im nächsten Post.

Mit Sonnenstich grüßt Euch
Euer Hase

Mittwoch, 8. Juli 2015

Lange Nacht der Wissenschaften

Die "Lange Nacht der Wissenschaften" wird seit einigen Jahren in Dresden veranstaltet. Diesmal beteiligten sich über 100 Institutionen daran. Man konnte aus Bananen DNA extrahieren, ein Orchester dirigieren, Programmieren und Hacken lernen, archäologische Funde betrachten- kurz und gut: Für jeden war etwas dabei und Emme wußte gar nicht, wohin zuerst.


Ich wollte Euch hier eine große Reportage über das Teddy-Krankenhaus vorlegen. Dort werden Plüschtiere und ihre Besitzer aufgeklärt, was im Krankenhaus passiert, welche Untersuchungsmethoden es gibt und das man keine Angst haben muß. Natürlich wissen wir Kuscheltiere das alles schon, aber unsere Besitzer sind eben manchmal richtige Angsthasen. Emme meinte aber, sie würde sich lieber mit Nano-Technologie und optischen Täuschungen beschäftigen. Außerdem wäre ich kein Fall fürs Teddy-Krankenhaus, denn gegen eine große Klappe hilft nur ein Pflaster auf dem Mund. Oder Verhaltenstherapie, eine Therapieform, die sie aber rundweg ablehnt. Und gegen Reisefieber hilft nur: Reisen.
Also wurde leider nichts aus der Reportage. Ich hätte Euch so gern ein Röntgenbild von mir gezeigt, denn die Ursache meines dicken Bauches sind meine starken Knochen! Das wäre der Beweis gewesen!
Es wurde aber auch nichts aus der Nano-Technologie. Emme mußte Telefondienst leisten und wir kamen erst 20 Uhr auf die Piste. So schafften wir es gerade noch in die medien@age (lies: Medienetage) der Jugendbibliothek.
Lydia Benecke hielt einen Vortrag über moderne Methoden der Psychologie, die auf Statistik und Überprüfbarkeit basieren. Ihre Worte in die Ohren der Dresdner Psychotherapeuten! (Siehe weiter vorn im Text: Emmes Einstellung zu diversen psychotherapeutischen Interventionen. Wobei das wohl eher an den Therapeuten als an der Therapie selbst liegt...)


Hauptberuflich therapiert L. Benecke Straftäter und gab Einblick in ihre Arbeit und die Gesetzmäßigkeiten bei der Entstehung des "Bösen". Wir wissen jetzt einiges über Psychopathie I und II, über Überkompensation und Nekrophilie.
Um dem Lokalkolorit Rechnung zu tragen, gab es einen Exkurs über Carl Tänzler, geboren 1877 in Dresden, der sich selber zum Grafen von Cosel machte. Weitere Infos gibt es hier und für Sprachkundige hier.
Ein spannender wissenschaftlicher Abend, nur manchmal ließ der Grusel mein Hasenherz höher schlagen.

Emme gehen wir da im nächsten Jahr wieder hin?
Klar. Aber wie wärs mit Nano-Technologie, DNA-Extraktion, Zellteilung und Mikroskop-Bauen?

Mit wissenschaftlichen Grüßen
Euer Hase

Montag, 6. Juli 2015

Eine Kiste für Herrn Nußknacker

Kurz nach (!) Weihnachten entdeckte Emme diesen schönen Herrn N. in ihrem Lieblings- Trödelladen.
Habt Ihr schon mal einen Nußknacker mit Stoffdreispitz gesehen?

 

Oder mit so einem tollen Zopf? Irgendwann wird Emme mal recherchieren, aus welcher Werkstatt er kommt.


 Leider hatte er keine Kiste mehr, und Emme bastelte eine neue aus zwei Obstkartons.



Dann überzog sie diese mit schicker Hologramm-Folie,


und nun hat Herr N. ein angemessesenes Zuhause.


( Nicht ganz perfekt, aber auch nicht so übel...) Schleife drum, fertig!

Foto: Roland Horn

Und nun wünschen wir Herrn N. ein schönes Leben bei seinem neuen Besitzer in der alten Garnisionsstadt Potsdam.

Knick-Knack auf Zack!
Hase und Emme

Donnerstag, 2. Juli 2015

Faszinierend

Kopfschmuck zur Hochzeit?
Emme und die beste Köchin der Welt zerbrachen sich gemeinsam ihre Köpfe:
Hüte wären cool, aber bei den Perfektionsansprüchen der beiden sehr, also wirklich sehr, sehr teuer.
Blumenkränze? Eher etwas für die Braut oder die Blumenkinder.
Irgendwas in die Haare gesteckt? Nö.
Da erinnerte sich Emme an die letzte große Hochzeit in England und kam auf die Idee mit dem Fascinator.
"Ein Fascinator ist ein festlicher Kopfschmuck, der von Damen getragen wird und besonders in Großbritannien beliebt ist. Ursprünglich bezeichnete man zarte Schals aus Spitze oder durchscheinenden Stoffen, die um Kopf und Schultern geschlungen wurden, als Fascinator. ..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Fascinator
Im Schnulliladen nahm sie einfach zwei mit,

 

die sie mit Wasserfarben anmalte. Einfacher gehts nicht!

 


Nach einer Nacht zum Trocknen kam der Tag der Wahrheit, nicht schlecht!

 

Ein Stück mußte noch mal eingedunkelt werden, damit es besser zum Outfit der besten Köchin der Welt paßte.
Und nun hoffen wir, daß es am Sonnabend nicht regnet, denn sonst fließt all die Herrlichkeit von dannen!
Euer Hase

Mittwoch, 1. Juli 2015

Elbhangfest

Am Wochenende waren wir auf dem Elbhangfest. Diesmal war es das 25., und was einst als kleine Bürger- und Nachbarschaftsinitiative zur Rettung der Loschwitzer Kirche begann, hat sich zu einer 7 Kilometer langen Party-Meile gemausert. Da gibt es nicht nur Freß- und Bierbuden, sondern auch Musik, Theater, einen fantasievollen Festumzug und Veranstaltungen für jedes Alter und jeden Geschmack.
Außerdem kann/darf/soll jeder Anwohner einen Verkaufsstand betreiben, seinen Garten präsentieren oder selbst kulturell aktiv werden. Und die machen das auch!
Die Überraschung dieses Jahres war die Öffnung des Pillnitzer Schloßparkes für alle Besucher. Da haben sich ja die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten ja zu einer Mega-Entscheidung hinreißen lassen! Seit einigen Jahren muß man nämlich dort Eintritt zahlen, auch wenn das gegen geltendes Recht verstößt. Jedenfalls bewundern wir die Organisatoren des Elbhangfestes für ihr Verhandlungsgeschick und ihre Engelszungen, weil sie eine Sensation vollbracht haben.

Und was haben wir erlebt?
Der Freitagabend begann mit den Rockys mit neuem Schlagzeuger im Garten des Gare de la Lune. Immer wieder gut, die Jungs verbreiten gute Laune und je später der Abend, desto besser die Musik (und desto schlechter die Fotos...)


Am Sonnabend konnten wir nicht zum Fest, da andere organisatorische Verabredungen getroffen werden mußten. Deshalb ging es am Sonntag weiter mit einem Ausstellungsbesuch in dieser verzauberten Galerie:


Das war ein Bauernhaus, seit zwei Jahren nicht mehr bewohnt, kurz vor der Sanierung. Schöne Kunst, gut gehängt, ein Nachbar spielte Bach, und so entstand eine sehr eigenartige Athmosphäre:



Weiter gings: ein Konzert gefiel uns gar nicht, die Bratwurst schmeckte und das war das Dessert:


Emme kaufte auch ein wenig ein und nach gefühlten zwanzig Kilometern hörten wir ein Konzert des Liedermachers Ko Kokott an der Schillerschule in Loschwitz. Loschwitz ist sozusagen das Wohnzimmer des Elbhangfestes, diesmal war der Hauptplatz mit Sofas, Teppichen und Lampen dekoriert. Und wer sein eigenes Wohnzimmer mitbringen wollte, trug es eben auf seinem Kopf herum:


Nun noch das Foto mit Emmes Elbhangfest-Ausbeute. Die Lakritz-Stangen und die Bonbons fehlen schon:


Wozu brauchst Du das alles? Hast Du nicht absolutes Stoffkaufverbot?
Ja, Hase, hab ich. Aber verbotene Früchte schmecken am besten...
Aber das Elbhangfest war schön! Gehen wir da wieder hin?
Na klar, Hase.

Euch allen schöne Sommerfeste!
Euer Hase