Montag, 23. Januar 2017

Als die Wecker noch Fell hatten - Teil I

Quelle

wurde dieser Automaten-Uhren-Bär gebaut. Er soll 1625 entstanden sein, überlebte in der kursächsischen Schatzkammer und kam dann in Emmes Lieblingsmuseum, den Mathematisch-Physikalischen Salon. Durch die Jahre sind seine Öhrchen ein bißchen angefressen und ihm fehlt der niedliche Teddy-Look des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Letztendlich ist er trotzdem sehr, sehr knuffig.
Dieser Herr Bär war die Inspiration für Emmes Kostüm zum Maskenball. Klar, eine Gesichtslarve hätte gereicht und ein Barockkleid dazu (Wir haben ja einen Schrank voll davon!), aber das ist irgendwie langweilig. Außerdem hat sich Emme eine gewisse Narrenfreiheit (hart) erarbeitet und darf im Tierkostüm auftreten, auch wenn das nicht ganz „historisch“ ist.
Ausgangsmaterial war dieser Mantel von der besten Köchin der Welt.


Er hatte ausgedient und wurde schon einmal zur Materialgewinnung genutzt.


Den Schnitt für das Cape fand Emme in der Burda 10/2004,


den Kapuzenschnitt kopierte sie von einer ihrer „Kaufjacken“. Fürs Zuschneiden mußte Emme ihr zartes Köpfchen anstrengen: am Ende wurde aus den Ärmeln ein Rückenteil und Kapuze, aus dem Rücken die Seitenteile, aus den Vorderteilen Vorderteile und ein Stück Seitenteil und aus den Taschen Ohren. Alles mit Zickzack-Stich zusammengezackelt und fertig ist das Bären-Cape.


Für mehr Bewegungsfreiheit mußte Emme sogar die Nähte wieder ein Stück auftrennen.
Emme überlegt noch, ob sie die Einzelteile an den Ecken abrundet oder Zacken am unteren Rand schneidet, nach dem Motto: Marke Zottelbär. Ist ja noch ein bißchen Zeit…
Außerdem fand Emme im Zweite-Hand-Laden für fast kein Geld noch einen goldenen Rock in einer unverschämt großen Größe, der anstandslos über alle Hüftpolster paßt. Nur die Taille muß ein bißchen enger gemacht werden. Genau das Richtige für Karneval:

 
Der Anfang ist gemacht, jetzt fehlen die Trommel, die Schärpe und die Uhr. Das ist was für die Abteilung „Basteln“.

Euer liebär Hase

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